Nachdem unsere letzte Gemeindefreizeit nun schon wieder vier Jahre zurücklag, durften wir uns als Gemeinde über die Pfingstfeiertage (vom 2.-5.6.2017) wieder im Arbeitnehmerzentrum Königswinter AZK zu Hause fühlen, dem gleichen Ort, wo wir auch schon 2013 unsere letzte Pfingstfreizeit hatten. Und wieder war das war ein gutes Erleben des Miteinanders, bei tagsüber meist trockenem Wetter und zeitweisem Sonnenschein, in einer wunderschönen Lage unmittelbar am Rhein… (Hinweis: Sehen Sie dazu auch unsere Fotogalerie "Freizeit 2017" an) 

Diesmal aber ohne einen begleitenden Referenten von außerhalb. Wie würde das werden? Welches Thema sollte uns während der Zeit beschäftigen? Welche Workshops würde es geben? Wieviel Freiraum für eigene Gestaltung der Zeit? Welche Gemeinschaftsaktionen würde es geben? Fragen und Ungewissheiten am Anfang, die sich aber schnell klärten.

Das Thema „Bunt!“ war schnell als Leitthema in den Köpfen der rund 60 Teilnehmer angekommen, denn es prangte unübersehbar als Banner im Versammlungsraum, sehr schön gestaltet von den Kids. Eine gute Idee und ein Hingucker! Dazu passte auch die Phantasiereise ins Reich der Farben als „Willkommen“-Auftaktveranstaltung, und anschließend das Spiel mit bunten Luftballons, die man zwischen den in zwei Gruppen aufgeteilten Teilnehmern hin und her kicken konnte, diente der Einstimmung auf dieses Thema. Schön, wenn es der Anfang so schön locker ist. Nicht zu vergessen natürlich das Freizeitlied „Bunt – Gott will diese Erde bunt“, extra von Heidi Klingberg für die Freizeit geschrieben. Für die thematischen Schwerpunkte hatte sich Dagmar Gollatz gut vorbereitet und Beiträge und Anschauungsmaterial auf dem Laptop mitgebracht – Schade nur, dass die Beamertechnik zeitweise streikte und so keine Bilder auf der Leinwand zu sehen waren, die das gesprochene Wort untermauern konnten, das ist für einen Referenten natürlich besonders unangenehm.

Tagsüber gab es ein paar Workshops, wo man sich in kleinen Gruppen bestimmten Themen widmen konnte, falls man dazu Interesse hatte. So z.B. das von Daria Ziesemann angebotene „Befreit Lutter“ Such- und Ratespiel, wo man mit Hilfe von verborgenen Hinweisen den Weg aus einem geschlossenen Raum finden musste. Mit „Gebet mal anders“ befasste sich ein Workshop, mit „Malen für Nichtmaler“ ein anderer. Das Musizieren rhythmischer Musikstücke mit unbekannten Instrumenten, z.B. mit Klangstöcken, war ein gut besuchter Workshop. Oder wie man mit einer einfacheren Sprache verständlicher von Gott redet. Oder was man mit dem Fotoapparat anstellen kann, um Bilder interessant zu gestalten. Für die Bewegung gab es Aerobic. Und wer mobil genug für eine Wanderung war, der konnte sich Manfred Römer auf dem Weg zum Drachenfels oder zur Klosterruine Heisterbach anschließen. Eine gute Idee im Ansatz war auch der Besuch des europaweit höchsten Kaltwasser-Geysirs in Andernach – leider war der Andrang am Pfingstsonntag so hoch, dass der Gruppe der Zutritt verwehrt wurde. Tja, schade, Uli. Und dann gab es auch kreative Aufgaben: Jeder durfte auf einem Stück Leinwand mit Hilfe von Acrylfarben seine eigene Impression von Farbe wagen; sehr interessant Motive und Farbkombinationen sind da entstanden. Auch die Gruppengespräche zu vorgegeben Fragestellungen über die Vielfalt, die Gott will, waren teils sehr interessant, weil man hier zu interessanten Themen weiter vorstoßen konnte.

Genügend freie Zeit für eigene Gestaltung war zum Glück auch gegeben: Viele hatten ihre Fahrräder dabei und freuten sich auf das Radeln ohne bergauf/bergab. Wer es weniger sportlich liebte, fand Gleichgesinnte für eine Schifffahrt auf dem Rhein – von Königswinter nach Linz und wieder zurück: Am Pfingstsonntag war das Wetter dafür prächtig geeignet.

Und am Samstagabend natürlich der obligatorische Bunte Abend mit interessanten und lustigen Wettkämpfen: Erstaunlich, wozu sich Bierdeckel alles benutzen lassen! Viele lustige Spielideen sind da spontan entstanden und warten noch auf die Umsetzung, denn natürlich reichte die Zeit nicht für alle Beiträge. Denn man wollte natürlich noch auf die Terrasse, um im Mondschein bei netter Gesellschaft den Abend ausklingen zu lassen. Das war vielleicht das Beste: die bunte Gemeinschaft vieler netter Menschen, mit denen man sich austauschen kann, und die Freiheit, das zu tun, was gefällt. So bleibt uns diese Freizeit unter dem Strich in guter Erinnerung (rs)